Mercedes R/C107 Geschichte und Schwachstellen

Mercedes R/C107 Geschichte und Schwachstellen

SL-Klassiker im Design der 70er Jahre

Vom 18 Jahre lang gebauten R107, Nachfolger des W113 (Pagode), wurden 237.287 Exemplare gebaut. Vom Schwestermodell C107 (SLC), Nachfolger des W111 und 36 cm länger als der R107, wurden von 1972 bis 1981 62.888 Stück produziert. Der Nachfolger des R107 ist der R129. Der C126, das Coupé der Baureihe W126, löste 1981 den C107 ab.

R/C107 Geschichte, die Baureihe lässt sich in zwei Epochen einteilen

1. Serie (Vormopf) von 1972 bis 1985 mit den Modellen 280SL, 350SL (ab Bj. 81 380SL), 450SL (ab. Bj. 81 500SL). Fahrerairbag ab 1982 als Option bestellbar. C107: 280SLC, 350SLC (ab Bj. 81 380SLC), 450SLC und 450 SLC 5.0 (ab Bj. 80 500 SLC)

2. Serie – große Modellpflege (Mopf) mit den Modellen 300SL, 420SL, 500SL und 560SL (USA-Version). Designveränderungen an der Karosserie wie z. B. veränderte Frontschürze. Neue R6 und V8 Motoren.

Mercedes R/C107 Geschichte und Schwachstellen
R107 300SL (Mopf) mit Hardtop

Die Schwachstellen

Karosserie: Wagenheberaufnahmen / Innen- und Außenschweller, Verdeckkasten, Radläufe, Riffelbleche, Kotflügel (besonders vor 1986), Stehbleche, Heckabschluss.

Technik: Gleitschienen (alle V8 – M116 / M117), Zylinderkopf (M110), Achsen und Traggelenke.

Elektrik: D-Jetronic (frühe Modelle mit M110 / M116 / M117)

Verdeck: Verdeckfenster aus Plastik, die im Laufe der Jahre vergilben und brüchig werden.

Ersatzteilsituation: befriedigend. Viele Teile für seltene Polsterfarben sind leider nicht mehr lieferbar.

Die Technik und Mechanik ist bei regelmäßiger Wartung robust und langlebig. Rostvorsorge ist, besonders für die  Modelle vor 1986 und ganz besonders für die 107er von 1974 bis 1977, unerlässlich. Modelle ab Bj. 1986 sind ab Werk besser gegen Rost geschützt. Beim einem geplanten Erwerb eines 107ers kann folgende Faustregel angewandt werden: „ … je jünger, desto besser“.